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Aktuelles

17.06.2020

Heranziehung von über 60-jährigen Lehrkräften zum Präsenzunterricht während der Corona-Pandemie

In einem einstweiligen Rechtsschutzverfahren hat das Arbeitsgericht Mainz (Az. 4 Ga 10/20) entschieden, dass auch ein 62-jähriger Lehrer zum Präsenzunterricht in der Coronazeit verpflichtet werden kann. Der Lehrer ist an einer Berufsschule tätig, die Förderunterricht für benachteiligte Schüler anbietet. Der klagende Lehrer erteilt den Förderunterricht als Einzelunterricht.

 

Seine Argumente, er setze sich in unzumutbarer Weise gesundheitlichen Risiken aus und ein Interesse an Präsenzunterricht sei nicht ersichtlich, werden vom Arbeitsgericht Mainz nicht geteilt.

 

Zum einen erteile der Lehrer den (Einzel)unterricht in einem 25 m großen Raum, in dem nach Einschätzung des Gerichts hinreichend Abstand gewahrt werden könne. Zum anderen könne man die Auffassung des Diplompädagogen, an seinem Präsenzunterricht bestehe kein Interesse, nicht nachvollziehen. Schließlich erteile er benachteiligten Schülern Förderunterricht, die typischerweise nicht aus besser gestellten Haushalten mit problemloser Unterstützung durch die Eltern und Internetzugang stammten.

 

Quelle: Pressemitteilung des Arbeitsgerichts Mainz vom 10.06.2020