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Aktuelles

02.07.2020

Nutzung von brachliegenden Flächen als Weide oder Mahd für Futterzwecke

Verfügt ein Betrieb über mehr als 15 ha Ackerland, so muss der Betriebsinhaber eine Fläche als im Umweltinteresse genutzte Fläche (sog. ökologische Vorrangflächen) ausweisen, die mindestens 5 % des vom Betriebsinhaber angemeldeten Ackerlands des Betriebs entspricht. Flächen werden im Umweltinteresse genutzt, wenn es sich
u. a. um Pufferstreifen, Flächen mit Zwischenfruchtanbau oder brachliegende Flächen handelt. Diese im Umweltinteresse genutzten Flächen unterliegen besonderen Einschränkungen. So muss z. B. eine brachliegende Fläche während des ganzen Jahres, für welches der Sammelantrag gestellt wurde, brachliegen (siehe § 25 Abs. 1 S. 1 Direktzahlungen-Durchführungsverordnung; nachfolgend: DirektZahlDurchfV). Es gibt jedoch auch eine Ausnahme für brachliegende Flächen. Gemäß § 25 Abs. 2 DirektZahlDurchfV können die zuständigen Behörden der Länder ab dem 01. Juli des jeweiligen Jahres allgemein oder im Einzelfall zulassen, dass in Gebieten, in denen aufgrund außergewöhnlicher Umstände (insbesondere ungünstige Witterungsereignisse) nicht ausreichend Futter zur Verfügung steht, der Aufwuchs durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung für Futterzwecke genutzt wird. Von dieser Ausnahmeregelung hat das Land Mecklenburg-Vorpommern durch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Gebrauch genommen, sodass ab dem 01. Juli 2020 die Brachflächen mit Tieren beweidet oder für Futterzwecke genutzt werden können, ohne dass dies eine Kürzung der Ökologisierungszahlung zur Folge hätte.

 

Laut den Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt ist ein gesonderter Antrag dafür nicht erforderlich. Aus Gründen der Rechtssicherheit sollte es jedoch in Betracht gezogen werden, die Nutzung der Brachflächen zumindest gegenüber dem jeweils zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt anzuzeigen. Damit können eventuell spätere Kürzungen verhindert werden.