Erfahrungsbericht: Referendars-Anwaltsstation bei der Kanzlei Geiersberger Glas & Partner
Unsere Kanzlei bildet fortlaufend Referendare aus. Diese können sowohl ihre Ausbildung in der Rechtsberatungs- als auch in der Wahlpflichtstation bei uns absolvieren. Seit Juni 2020 absolvieren die Rechtsreferendare Hendric von Brandenstein, Dominik Kowalczyk und Menno Ritsema ihre praktische Ausbildung in der Rechtsberatungsstation bei uns. Anfang Oktober ist etwa die Hälfte der vorgesehenen Ausbildungszeit vorbei. Hier einige Eindrücke der Rechtsreferendare von ihrer Ausbildung in der Kanzlei Geiersberger Glas & Partner mbB:
„Wir begannen unsere Anwaltsstation des Referendariats im Juni 2020 bei der Kanzlei Geiersberger Glas & Partner zu dritt im Rostocker Büro. Mit unserer Entscheidung für diese Kanzlei sind wir nach wie vor sehr zufrieden.
Mit ausschlaggebend für unsere Bewerbung war vor allem, dass die Kanzlei Geiersberger Glas & Partner mbB eine der größten Kanzleien im Raum Rostock und Mecklenburg-Vorpommern ist. Das hat den Vorteil, dass für uns als Referendare eine große Auswahl an Rechtsgebieten zur Verfügung stand, aus denen wir unseren präferierten Tätigkeitsschwerpunkt wählen konnten. Weiterer Vorteil ist, dass wir so eine Vielzahl von Kollegen und Kolleginnen und deren teilweise verschiedene Herangehensweisen kennenlernen konnten.
Zu Beginn der Stationsarbeit wurde jedem von uns ein Partner der Kanzlei als verantwortlicher Ausbilder und fester Ansprechpartner zugeteilt, an den wir uns immer bei organisatorischen wie auch fachlichen Fragen wenden konnten. Im Laufe der Zeit arbeiteten wir aber mit vielen verschiedenen Kolleginnen und Kollegen zusammen, die alle für Fragen jeglicher Art immer zur Verfügung standen und so eine gute Arbeitsatmosphäre schaffen.
Neben einem Klausur- und AG-Tag verbringen wir in den ersten Monaten drei Tage in der Woche in der Kanzlei. In den letzten drei Monaten unserer Ausbildung in der Station haben wir die Möglichkeit, uns verstärkt auf das Examen zu konzentrieren.
Fester Bestandteil unserer Ausbildung ist eine sich wöchentlich wiederholende etwa einstündige Teambesprechung, in der immer wieder mündlich Fragen abgeprüft wurden, die so oder so ähnlich auch im mündlichen oder schriftlichen Staatsexamen gekommen sind oder kommen könnten. Mit Herrn Rechtsanwalt Dr. Hänsch haben wir einen Ausbilder, der auch als Prüfer im Staatsexamen tätig ist. Unsere Ausbilder sind sehr darauf bedacht, uns immer wieder die anwaltliche Herangehensweise an juristische Fragestellungen aber auch andere prüfungsrelevante Themen vor Augen zu führen. Prozesstaktische Erwägungen werden mit uns ebenso wie materiell-rechtliche Fragen erörtert.
Im ersten Teil unserer Stationsarbeit wurden wir jeweils für einen Zeitraum von etwa drei Wochen den verschiedenen Dezernaten des Arbeits-, Zivil- und Verwaltungsrechts zugeordnet. Auf diesem Wege konnten wir schnell alle Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen im Büro kennenlernen und so herausfinden, in welchem Dezernat wir den restlichen Teil unserer Anwaltsstation arbeiten möchten.
Im zweiten Teil unserer Stationsarbeit konnten wir uns nun für die restliche Zeit für ein Dezernat entscheiden, wenngleich unser fester Ausbilder weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung stand. So wählten zwei von uns das zivilrechtliche und einer von uns das arbeitsrechtliche Dezernat.
Wir sind in die tägliche Arbeit der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte einbezogen. So nehmen wir wöchentlich an den Teambesprechungen der jeweiligen Dezernate teil, in denen die aktuellen Mandate mit ihren rechtlichen Problemen durchgesprochen werden. Daneben begleiten wir die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte regelmäßig zu Besprechungsterminen mit Mandanten innerhalb und außerhalb der Büroräume sowie zu Gerichtsterminen. Bei Letzterem dürfen wir auch bei Interesse selbst auftreten, zuerst in Begleitung und dann auch ohne. Besonders herausfordernd ist es, wenn wir für Anwälte (unter Aufsicht eines Kollegen) die Urlaubsvertretung übernehmen dürfen. Das bedeutet, u.a. den Posteingang zu bearbeiten, Fristen zu berechnen und vor allem seine Verfügungstechnik zu verbessern. Hauptbestandteil des Arbeitsalltags ist jedoch die tägliche Anwaltsarbeit, in der wir Recherchen, Mandanten- und Gerichtsschreiben (Klagen, Klageerwiderungen, Stellungnahmen, etc.) in Abstimmung mit dem jeweiligen Rechtsanwalt bzw. der jeweiligen Rechtsanwältin anfertigten.
Persönlich sehr angenehm empfinden wir die Möglichkeit, die Station mit mehreren Referendaren gleichzeitig absolvieren zu können. Dadurch ist es jederzeit möglich, sich bei Fragen auch an die Referendarskollegen zu wenden und eigene Ideen durchzusprechen. Schließlich ist auch die Vergütung, die wir im Rahmen unserer Anwaltsstation erhielten, für Rostocker Verhältnisse überdurchschnittlich, auch wenn dies kein entscheidender Punkt bei der Auswahl der Kanzlei war und sein sollte. Diese Geste wussten wir aber zu schätzen.
Hendric von Brandenstein, Dominik Kowalczyk und Menno Ritsema“