EU-Parlament lehnt pauschale Pflanzenschutzverbote ab

Das EU-Parlament hat sich gegen die Pläne zur Umsetzung von Pauschalen und in weiten Teilen vollständigen Verboten von Pflanzenschutzmitteln ausgesprochen. Die Abgeordneten haben sich mehrheitlich gegen die Vorschläge zur EU-Verordnung über die Sustainable Use Regulation (SUR) ausgesprochen. Nach dieser sollte der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in jeglicher Art von Schutzgebieten und in sogenannten nitratsensiblen Gebieten verboten werden. Wir hatten darüber berichtet und ausgeführt, dass dies aufgrund der sehr weiten Schutzgebietsausweisungen in Deutschland, gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern, einen Großteil der derzeit bewirtschafteten Ackerflächen betroffen hätte. Das Europäische Parlament hat diesen Überlegungen nunmehr einen ersten Riegel vorgeschoben, was nur allzu sehr begrüßt werden kann und muss. Unser Bundesvorsitzende, Max von Elverfeldt, hat das Scheitern der SUR als „einen Sieg der Vernunft“ bezeichnet.

Unserem Bundesverband gilt an dieser Stelle großes Lob, da Vorsitzender und Geschäftsführer keinen Aufwand gescheut und viele Gespräche mit Abgeordneten, gerade in Brüssel, geführt haben. Die durch unseren Bundesverband initiierte Kampagne zur Bedeutung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln, an der sich auch viele unserer Mitglieder finanziell beteiligt haben, erweist sich somit als richtige und erfolgreiche Entscheidung. Der Einsatz des Bundesverbandes und der Landesverbände hat seinen unseren Teil dazu beigetragen, die von uns direkt und mit der Kampagne angesprochenen Abgeordneten des EU-Parlamentes zu der für uns so wichtigen Entscheidung zu bewegen.