Zur Rügeobliegenheit vor Angebotsabgabe

Die VK Bund hat mit Beschluss vom 18.08.2017 - VK 2-82/17 festgestellt, dass ein Nachprüfungsantrag unzulässig ist, wenn eine Rüge erst mit dem Angebot eingereicht wird. Dazu wird beschlossen:

  1. Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit Verstöße gegen Vergabevorschriften, die in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Die Erfüllung der Rügeobliegenheit ist für jeden geltend gemachten Vergabefehler gesondert zu prüfen.
  2. Wird die Rüge zusammen mit dem Angebot in einem verschlossenen Umschlag eingereicht, hat der Auftraggeber erst nach Ablauf der Angebotsfrist die Möglichkeit, Kenntnis von der Rüge zu nehmen.